Der Regen peitschte gegen das Grab, als ich meine Mutter beerdigte. Mein Vater? Fehlte. Stattdessen schickte er mir eine SMS: „Kümmere dich um die Beerdigung, ich habe zu tun.

Der Regen peitschte gegen das Grab, als ich meine Mutter beerdigte. Mein Vater? Fehlte. Stattdessen schickte er mir eine SMS: „Kümmere dich um die Beerdigung, ich habe zu tun.

Der Regen fiel seit dem Morgengrauen, diese Art von Regen, die nicht eilt, nicht tobt, sondern einfach auf allem lastet, stetig und unerbittlich, als hätte der Himmel beschlossen zu bleiben. Ich stand am Rand des Grabes auf dem Magnolia-Friedhof, mein Regenschirm zitterte in meinem Griff, während der Wind an meinem Mantel zerrte. Als der Sarg hinabgelassen wurde, klang das Geräusch von nasser Erde, die auf Holz fiel, weich, dumpf, endgültig. Ein Geräusch, von dem ich wusste, dass es mich für den Rest meines Lebens verfolgen würde.

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Der Name auf dem Grabstein fiel mir wieder ins Auge, obwohl ich ihn schon ein Dutzend Mal gelesen hatte. Maris Sutter. Ihn dort eingraviert zu sehen, fühlte sich unwirklich an, wie ein Tippfehler, der für immer in Stein gemeißelt war. Mein Verstand bestand darauf, dass es einen Fehler geben musste, dass jemand unterbrechen, sich entschuldigen und erklären würde, dass man die Namen verwechselt hätte, aber niemand tat es.

Die Leute hinter mir bewegten sich. Regenschirme stießen aneinander. Leises Schluchzen kam und ging. Und dann war da die Stille, die mehr hervorstach als jeder Schrei.

Die Stille, wo mein Vater hätte sein sollen. Ich spürte es, bevor ich es hörte. Die Blicke, die suchenden Blicke, Menschen, die leicht den Kopf drehten und die Reihen schwarzer Mäntel absuchten, als könnte Garrick Sutter zwischen einem Blinzeln und dem nächsten plötzlich auftauchen. Ein Gemurmel ging durch die Menge, schärfer als der Regen.

Wo ist ihr Ehemann? Er ist nicht gekommen. Ich drehte mich nicht um. Ich musste nicht.

Ich wusste es bereits. Mein Telefon vibrierte in meiner Tasche. Ein kurzes, ungeduldiges Summen, das an einem solchen Ort obszön wirkte. Ich zog es heraus und sah seinen Namen.

Nur eine Nachricht. Kein Anruf. Mit Arbeit beschäftigt. Übernimm die Beerdigung.

Ich kümmere mich um die Formalitäten. Das war alles. Keine Entschuldigung. Kein Eingeständnis, welcher Tag war.

Keine Frage, ob ich noch stand oder auseinanderfiel. Es klang wie eine E-Mail an eine Assistentin, die etwas nicht rechtzeitig eingereicht hatte. Etwas in meiner Brust zog sich zusammen, nicht scharf, aber tief. Diese Art von Druck, der nicht schreit, sondern sich einfach festsetzt und sich weigert zu gehen.

Die Stimme des Priesters dröhnte über Worte von Frieden und Ruhe und ewigem Leben. Aber sie glitten an mir vorbei. Ich konnte nur den Regen und mein eigenes Atmen hören, und dann zupfte eine kleine Hand an meinem Ärmel. Ich sah hinunter und erblickte Juny, die Tochter meiner Cousine, ihre Augen weit unter der Kapuze ihres kleinen schwarzen Regenmantels.

Ihre Wangen waren rosa vor Kälte. „Onkel Bram