Die Abrechnung der Volksmusik-Prinzessin: Stefanie Hertel entlarvt die fünf Stars, die ihr das Leben zur Hölle machten

Die Abrechnung der Volksmusik-Prinzessin: Stefanie Hertel entlarvt die fünf Stars, die ihr das Leben zur Hölle machten

Die Welt der Volksmusik gilt seit jeher als Inbegriff von Harmonie, Heimatliebe und strahlendem Lächeln. Doch nun, im Alter von 46 Jahren, hat Stefanie Hertel den Samtvorhang zerrissen und ein Bild gezeichnet, das die Branche in ihren Grundfesten erschüttert. In einer beispiellosen Abrechnung spricht sie über jahrelange Demütigungen, Sabotage und den tiefen Abscheu gegenüber Kollegen, die sich vor der Kamera als Freunde ausgaben. Es ist die Geschichte einer Frau, die ihre Maske abnimmt, um die „schwarze Liste“ ihrer meistgehassten Weggefährten zu enthüllen.

An oberster Stelle dieser Liste stehen Anita und Alexandra Hofmann. Was nach außen hin als strahlende Frauenpower-Tournee inszeniert wurde, beschreibt Hertel rückblickend als einen menschlichen Abgrund. Sie wirft den Schwestern vor, ihre Stimme bei Soundchecks systematisch sabotiert und sie gnadenlos an den Rand gedrängt zu haben, um selbst im Rampenlicht zu dominieren. Hertel bezeichnet die beiden als „professionelle Heuchlerinnen“, die hinter den Kulissen eine giftige Schmutzkampagne gegen ihr Privatleben geführt haben sollen. Für die Sängerin existiert das Duo heute schlichtweg nicht mehr.

Nicht weniger vernichtend fällt das Urteil über ihren Ex-Mann Stefan Mross aus. Die vermeintliche Traumehe der Schlagerwelt entpuppt sich in Hertels Schilderungen als „toxisches Gefängnis“ und „goldener Käfig“. Sie beschreibt Mross als einen obsessiven Kontrollfreak, der sie als menschliches Sprungbrett für seine eigene Karriere missbraucht habe. Es sei nie um Liebe, sondern um eiskalte Selbstvermarktung auf ihrem Rücken gegangen. Heute empfinde sie tiefsten Abscheu und Ekel, wenn sie an die Ära mit dem Mann denkt, der ihre künstlerische Freiheit opferte.

Auch Ross Antony bleibt von der scharfen Kritik nicht verschont. Hinter seinem stets fröhlichen Grinsen vermutet Hertel eiskaltes Kalkül. Sie wirft ihm vor, die Würde der Volksmusik durch lächerliches Gehabe in den Schmutz zu ziehen und sie bei Auftritten gezielt durch Rhythmus-Manipulationen bloßgestellt zu haben. Für Hertel ist Antony ein „lärmender Geltungssüchtiger“, der jedes kollegiale Ansehen für ein paar Sekunden Aufmerksamkeit opfere.

Ein politisches Beben löst ihre Kritik an der Legende Wolfgang Petry aus. Hertel zeichnet das Bild eines herrschsüchtigen Despoten, der junge Talente systematisch unterdrückt habe. Petry habe die Volksmusik als „minderwertigen Abfall“ beschimpft und seine Macht in den 90er Jahren genutzt, um Hertel von Nominierungslisten für wichtige Preise streichen zu lassen. Sie brandmarkt ihn als Relikt eines Chauvinismus, der Frauen niemals als ebenbürtige Künstlerinnen akzeptiert habe.

Den Abschluss ihrer Liste bildet Hansi Hinterseher. Das Image des gütigen „Berg-Gentlemans“ bezeichnet Hertel als verlogenes Schmierentheater. Hinter den Kulissen soll Hinterseher ein unerträglicher Tyrann sein, der sie mit herablassender Grausamkeit behandelt habe. Der Gipfel der Respektlosigkeit sei eine Beleidigung während einer Produktion gewesen, bei der er ihr nahelegte, in Rente zu gehen, bevor das Publikum von ihrem Anblick angewidert sei.

Stefanie Hertels Enthüllungen sind ein schmerzhafter Weckruf für eine heuchlerische Unterhaltungswelt. Nach fast einem halben Leben voller unterdrückter Gefühle hat sie sich entschieden, zu ihren Verletzungen zu stehen. Auch wenn die Narben vielleicht nie ganz heilen werden, markiert dieser Moment für sie den Beginn einer neuen, wahrhaftigen Freiheit abseits der künstlichen Schlageridylle.