Mi sono voltata verso la camera da letto e l’ho vista in piedi. Mia suocera, che per undici mesi era rimasta paralizzata su una sedia a rotelle, era in piedi. Non tremava. Ha attraversato la…

Mi chiamo Claire Donovan, e per undici mesi ho creduto che mio marito fosse un uomo gentile. Me ne stavo in cucina quando Mark, chiudendo la valigia, mi aveva chiesto di restare con sua madre durante il suo viaggio di lavoro. Non può restare sola, mi aveva detto, sistemando l’orologio davanti alla porta. L’ictus le … Read more

16 September 2026

La pluie tombait sans relâche le jour où j’ai enterré ma mère, la seule personne qui m’ait jamais aimée sans condition. Paul, mon mari, me tenait le bras, mais son regard fuyait ailleurs et ses…

La pluie ne cessait de tomber ce jour-là, comme si le ciel pleurait avec moi. Le cercueil descendait lentement dans la terre, emportant avec lui la seule personne qui m’avait aimée sans condition. Mes mains tremblaient, glacées par le vent et par la douleur. Paul, mon mari, tenait mon bras, mais son regard fuyait ailleurs, … Read more

16 September 2026

J’ai fixé l’écran jusqu’à ce que les chiffres se brouillent. Le solde aurait dû être de 53 000 dollars. À la place, la ligne indiquait « valeur actuelle : 0 ». Mes grands-parents avaient ouvert ce…

J’ai fixé l’écran jusqu’à ce que les chiffres se brouillent. Le solde aurait dû être de 53 000 dollars. À la place, la ligne indiquait « valeur actuelle : 0 ». J’ai actualisé le portail. Je me suis déconnectée, puis reconnectée. J’ai rouvert le relevé que j’avais téléchargé pour mon rendez-vous d’aide financière du lendemain … Read more

16 September 2026

Warum Harold Alexander, der fähigste General von Winston Churchill, im Zweiten Weltkrieg bewusst aus dem Rampenlicht ferngehalten wurde

ROM bricht in die Alliierte Führung ein: Die verborgene Karriere von Harold Alexander, Churchills stillem Meisterstratege, wird durch neue historische Analysen schlagartig ins Rampenlicht gerückt.

Während die Weltöffentlichkeit seit Jahrzehnten auf die glanzvollen Namen Montgomery und Patton blickt, fördern nun freigegebene Dokumente und überarbeitete Militärstudien eine erstaunliche Wahrheit zutage: Winston Churchill hielt einen anderen Mann für seinen fähigsten General – einen Mann, der systematisch aus dem Scheinwerferlicht gehalten wurde, um die fragile Allianz der Westmächte nicht zu gefährden.

Die Rede ist von Feldmarschall Harold Alexander, dem aristokratischen Befehlshaber der Alliierten Streitkräfte in Italien, dessen taktische Meisterleistungen und seine ruhige Hand in den kritischsten Stunden des Zweiten Weltkriegs nun endlich die Anerkennung finden, die ihm zu Lebzeiten verwehrt blieb.

Die neue Bewertung stützt sich auf eine Vielzahl von Quellen, darunter die privaten Tagebücher von Churchills Leibarzt Lord Moran sowie interne Korrespondenz des britischen Kriegskabinetts. Diese Dokumente zeichnen das Bild eines Kommandanten, der nicht durch charismatische Auftritte oder medienwirksame Selbstinszenierung auffiel, sondern durch eine beinahe stoische Gelassenheit unter Beschuss und eine unerschütterliche Loyalität gegenüber seinen Vorgesetzten und Untergebenen.

Im Zentrum der historischen Neubewertung steht ein entscheidendes Ereignis im späten Frühjahr 1944, das die Strategie der Alliierten in Südeuropa nachhaltig prägen sollte. In einem Bauernhaus südlich von Rom stand Alexander über einer Karte Mittelitaliens, seine Pfeile zeigten unmissverständlich auf Valmontone an der Route 6, der Hauptfluchtroute der deutschen 10. Armee.

Sein Plan war ebenso kühn wie präzise: Wenn es gelänge, diese wichtige Verkehrsader zu durchtrennen, wären die sich von der Gustav-Linie zurückziehenden deutschen Verbände südlich von Rom eingekesselt und entscheidend geschwächt worden. Churchill, weit im Norden auf die Bestätigung seiner Strategie des “weichen Unterleibs” wartend, unterstützte diesen Plan vorbehaltlos. Die Order war klar: Stoßt mit aller Kraft auf Valmontone vor und schneidet der 10.

Armee den Rückzug ab.

Doch was in den folgenden Tagen geschah, sollte die Karriere Alexanders überschatten und bis heute unter Militärhistorikern für Kontroversen sorgen. Amerikanische Truppen unter dem Kommando von General Mark Clark änderten die Stoßrichtung und marschierten stattdessen direkt auf Rom zu. Die deutsche 10.

Armee entkam durch die Lücke bei Valmontone und entging so der vollständigen Vernichtung.

Diese Entscheidung, die bis heute als einer der größten strategischen Fehler des Italienfeldzugs gilt, wirft ein grelles Licht auf die schwierige Rolle Alexanders. Er war nicht nur ein Militärstratege, sondern auch ein Diplomat in Uniform, der die empfindlichen Egos der Alliierten ausbalancieren musste. Clarks Zug nach Rom, der am 4.

Juni 1944 zur Befreiung der italienischen Hauptstadt führte, war ein politischer Triumph, aber ein militärischer Rückschlag.

Nur zwei Tage später überschatteten die Landungen in der Normandie die Ereignisse in Italien vollständig. Die deutsche 10. Armee war angeschlagen, aber nicht zerstört, und zog sich auf neue Verteidigungslinien zurück, wo sie fast ein weiteres Jahr lang erbitterten Widerstand leistete.

Der Traum von einem schnellen Zusammenbruch der Achsenmächte im Süden war geplatzt.

Die neuen historischen Analysen argumentieren nun, dass Alexander in dieser Krise seine wahre Größe zeigte. Anstatt in der Öffentlichkeit gegen Clarks Entscheidung zu wettern oder die Schuld für das Scheitern der Einkesselung von sich zu weisen, akzeptierte er die politische Notwendigkeit der Einnahme Roms. Er berichtete nüchtern über die Lage und richtete seinen Stab auf die nächste Phase des Feldzugs aus, ohne die fragile Einheit der Koalition zu gefährden.

Diese Fähigkeit, persönliche Enttäuschungen und strategische Rückschläge hinzunehmen, ohne das große Ganze aus den Augen zu verlieren, war das Markenzeichen Alexanders. Sie war auch der Grund, warum Churchill ihn in den schwierigsten Situationen des Krieges einsetzte. Bereits 1942, als die Lage in Burma katastrophal war und die japanische Armee unaufhaltsam vorrückte, schickte Churchill Alexander an die Front.

Seine Aufgabe war nicht der Sieg, sondern die geordnete Rettung der eingeschlossenen britischen, indischen und chinesischen Verbände. Unter Alexanders ruhiger Führung gelang der lange, entbehrungsreiche Rückzug nach Indien, ohne dass die Feldarmee vernichtet wurde. Diese Leistung, die in den offiziellen britischen Geschichtsbüchern als Niederlage verbucht wurde, festigte Churchills Vertrauen in Alexanders Fähigkeit, unter extremem Druck die Nerven zu behalten.

Im August 1942, nach der Absetzung von Claude Auchinleck, wurde Alexander zum Oberbefehlshaber im Nahen Osten ernannt. Seine Aufgabe war es, das gesamte Kriegsgeschehen in Nordafrika zu koordinieren, während Bernard Montgomery die 8. Armee in der Schlacht von El Alamein zum Sieg führte.

Während Montgomery zum Volkshelden wurde, arbeitete Alexander im Hintergrund daran, die Verfolgung der geschlagenen Achsenmächte mit den neuen Landungen in Marokko und Algerien zu koordinieren.

Das Ergebnis war die Kapitulation der Achsenmächte in Tunesien im Mai 1943, ein Triumph, der in der öffentlichen Wahrnehmung vor allem Montgomery zugeschrieben wurde. Churchill jedoch, so zeigen es die neuen Dokumente, sah in Alexander den Architekten dieses Erfolges. Er schätzte dessen Fähigkeit, verschiedene Armeen mit unterschiedlichen Kulturen und Befehlshabern zu einem kohärenten Ganzen zu formen.

Diese Fähigkeit wurde bei der Invasion Siziliens und dem anschließenden Italienfeldzug auf eine harte Probe gestellt. Alexander befehligte die 15. Heeresgruppe, bestehend aus Montgomerys britischer 8.

Armee und George Pattons amerikanischer 7. Armee. Die Eroberung Siziliens gelang, aber die Achsenmächte konnten unter dem Schutz des Straße von Messina einen Großteil ihrer Truppen auf das Festland evakuieren.

Der anschließende Feldzug auf dem italienischen Festland wurde zu einem zermürbenden Stellungskrieg. Die Apenninen-Halbinsel war wie geschaffen für die Verteidigung, und der deutsche Befehlshaber Albert Kesselring nutzte diese Gelegenheit meisterhaft. Die Schlachten um Monte Cassino und die Landung bei Anzio wurden zu Symbolen für die Härte und den hohen Blutzoll dieses Kriegsschauplatzes.

Die Landung bei Anzio im Januar 1944, von Churchill als kühner Schachzug propagiert, entwickelte sich beinahe zu einer Katastrophe. Die alliierten Truppen, die hinter der Gustav-Linie gelandet waren, wurden von deutschen Einheiten eingekesselt und wochenlang unter schwerem Beschuss gehalten. Churchill war entsetzt über die mangelnde Initiative des amerikanischen Kommandeurs John Lucas und forderte Alexander auf, ihn zu ersetzen.

Alexander stand erneut im Zentrum des Sturms. Er musste einerseits den Druck aus London abfedern, andererseits die Moral der eingeschlossenen Truppen aufrechterhalten und gleichzeitig die Operationen an der Hauptfront koordinieren. Seine ruhige, besonnene Art verhinderte ein Auseinanderbrechen der Allianz in einem Moment extremer Belastung.

Die neuen historischen Forschungen zeichnen nun ein differenzierteres Bild von Alexanders Rolle in dieser Zeit. Während einige Kritiker ihm vorwerfen, bei der Planung von Anzio zu viel Risiko eingegangen zu sein, betonen andere, dass er unter enormem politischen Druck stand, schnelle Ergebnisse zu liefern. Er musste mit begrenzten Ressourcen arbeiten, während die Planer in London und Washington bereits alle Kräfte auf die bevorstehende Invasion in der Normandie konzentrierten.

Der entscheidende Unterschied zu Montgomery lag in der öffentlichen Wahrnehmung und der Selbstinszenierung. Montgomery war ein Meister der PR, der seine Erfolge geschickt in Szene setzte und sich als unverzichtbaren Führer präsentierte. Alexander hingegen mied das Rampenlicht.

Er besuchte die Front, sprach mit Offizieren und Soldaten, aber er versuchte nie, sich selbst zum Symbol zu machen.

Diese Bescheidenheit, die in den neuen Analysen als Stärke gewertet wird, hatte jedoch einen Preis. Während Montgomery nach El Alamein und der Normandie zum Nationalhelden wurde, blieb Alexander in der öffentlichen Wahrnehmung ein blasserer Begriff, verbunden mit Rückzügen und einem zähen, wenig glamourösen Feldzug in Italien.

Churchill, der die Macht der Symbole in einer Demokratie genau verstand, nutzte diese unterschiedlichen Talente bewusst aus. Montgomery war der sichtbare Champion, das Gesicht des Sieges, das die Moral der Bevölkerung stärkte. Alexander war der stille Problemlöser, der in die brenzligsten Situationen geschickt wurde, um Schäden zu begrenzen und Allianzen zu kitten.

Diese Doppelstrategie wird durch die neuen Dokumente eindrucksvoll bestätigt. Churchills private Äußerungen, festgehalten von Lord Moran, zeigen, dass er Alexander für den besten der britischen Befehlshaber hielt und ihn über Montgomery stellte. Gleichzeitig förderte er bewusst den öffentlichen Kult um Montgomery, weil er wusste, dass dieser für die Kriegsmoral wichtiger war.

Die Ironie dieser Situation ist bemerkenswert. Der Mann, den Churchill privat am meisten schätzte, wurde öffentlich am wenigsten gefeiert. Alexander akzeptierte diese Rolle ohne sichtbare Verbitterung.

Er verstand die Notwendigkeit von Symbolen und war bereit, im Hintergrund zu arbeiten, solange die Sache vorankam.

Nach dem Krieg setzte sich diese Muster fort. Alexander wurde zum Viscount Alexander of Tunis erhoben, diente als Generalgouverneur von Kanada und später als Verteidigungsminister in Churchills Regierung. Doch er versuchte nie, seine eigene Rolle im Krieg aufzubauschen.

Seine Memoiren sind zurückhaltend, er lobte seine Untergebenen und vermied öffentliche Kritik an Kollegen wie Clark.

Die neuen historischen Bewertungen kommen zu dem Schluss, dass Alexanders wahre Bedeutung in seiner Fähigkeit lag, das Undenkbare zu managen. Er hielt schwierige Fronten zusammen, bewahrte die Einheit der Alliierten und meisterte Krisen mit einer Gelassenheit, die in den höchsten Kreisen der Militärführung selten war.

Während die Schlachten um Monte Cassino und Anzio in den Geschichtsbüchern als Beispiele für die Härte des Krieges stehen, zeigt die neue Forschung, dass Alexanders ruhige Hand im Hintergrund entscheidend dafür war, dass diese Krisen nicht in einer Katastrophe endeten. Er war der Fels in der Brandung, an dem sich die Wellen der politischen und militärischen Turbulenzen brachen.

Die Debatte über die Entscheidung bei Valmontone wird wohl nie endgültig abgeschlossen sein. War es Clarks persönlicher Ehrgeiz, der die große Chance auf eine Einkesselung zunichtemachte? Oder war der Plan von Anfang an zu ambitioniert, um mit den verfügbaren Kräften durchführbar zu sein?

Die neuen Analysen neigen zu einer differenzierten Sichtweise.

Sie argumentieren, dass selbst ein stärkerer Vorstoß auf Valmontone angesichts des schwierigen Geländes und der Widerstandsfähigkeit der deutschen Truppen möglicherweise nicht zu der sauberen Einkesselung geführt hätte, die auf den Karten so verheißungsvoll aussah. Clark musste auch die hohen Verluste seiner Armee berücksichtigen und stand unter dem politischen Druck, einen klaren Erfolg vorzuweisen.

Dennoch bleibt die Tatsache bestehen, dass die deutsche 10. Armee entkam und der Krieg in Italien noch fast ein Jahr weiterging. Die Kosten dieses langen Feldzugs waren enorm, sowohl an Menschenleben als auch an Ressourcen.

Churchill hatte gehofft, mit seiner Strategie des “weichen Unterleibs” einen schnellen Sieg zu erringen, doch die Realität war ein zäher Abnutzungskrieg.

In dieser Hinsicht war Alexander auch ein Opfer der überhöhten Erwartungen seines Premierministers. Er musste einen Feldzug führen, der von Anfang an unter einem schlechten Stern stand, weil die strategischen Prämissen nicht mit der militärischen Realität übereinstimmten. Dass er diesen Feldzug dennoch zu einem erfolgreichen Abschluss brachte, wenn auch nicht mit dem erhofften dramatischen Ergebnis, ist ein Beweis für seine Fähigkeiten.

Die neue Würdigung Alexanders ist auch eine Korrektur des kollektiven Gedächtnisses. Sie erinnert daran, dass Krieg nicht nur aus großen, medienwirksamen Schlachten besteht, sondern auch aus mühsamer Kleinarbeit, diplomatischem Geschick und der Fähigkeit, in scheinbar aussichtslosen Situationen einen kühlen Kopf zu bewahren.

Harold Alexander verkörperte diese Tugenden in einer Weise, die ihn für Churchill unverzichtbar machte, aber für die Öffentlichkeit unsichtbar. Er war der General, den man rief, wenn alles andere fehlschlug, und der dann leise und effektiv das Chaos beseitigte, ohne nach Anerkennung zu verlangen.

Die Historiker, die nun diese neuen Dokumente auswerten, betonen, dass Alexanders Vermächtnis nicht in spektakulären Siegen besteht, sondern in der Verhinderung von Niederlagen. Er war der Meister der geordneten Verteidigung, der Evakuierung und des Rückzugs, Fähigkeiten, die in den dunkelsten Stunden des Krieges von unschätzbarem Wert waren.

Sein Umgang mit der Katastrophe von Dünkirchen im Jahr 1940, wo er als einer der letzten hohen Offiziere den Strand verließ, nachdem er sich vergewissert hatte, dass alle britischen Einheiten eingeschifft waren, wurde zu einem Symbol für diese Hingabe. Es war diese Art von Pflichtbewusstsein, die Churchill an ihm schätzte.

Die neuen Erkenntnisse werfen auch ein Licht auf die komplexe Beziehung zwischen militärischer Führung und politischer Notwendigkeit. Alexander verstand, dass ein Feldherr im Zweiten Weltkrieg nicht nur ein Stratege, sondern auch ein Diplomat sein musste. Er musste die Interessen verschiedener Nationen ausbalancieren und gleichzeitig die militärischen Ziele im Auge behalten.

Seine Entscheidung, Clarks Abweichung von der Strategie bei Valmontone nicht öffentlich zu kritisieren, war ein Akt der Staatskunst. Ein öffentlicher Streit zwischen britischen und amerikanischen Befehlshabern hätte der Allianz schweren Schaden zugefügt und den Feind gestärkt. Alexander opferte seine eigene Reputation, um die Einheit zu bewahren.

Diese Selbstlosigkeit ist es, die ihn in den Augen vieler moderner Historiker zu einem der größten, wenn auch am wenigsten bekannten Generäle des Zweiten Weltkriegs macht. Er stellte die Mission über seine eigene Karriere und das Wohl der Allianz über persönliche Eitelkeiten.

Churchill, der selbst ein Meister der Selbstinszenierung war, erkannte diese Qualität und nutzte sie weise. Er wusste, dass er für die Öffentlichkeit einen Helden wie Montgomery brauchte, aber für die Stabilität der Kriegsführung einen verlässlichen Fels wie Alexander. Diese Arbeitsteilung war ein entscheidender Faktor für den letztendlichen Sieg der Alliierten.

Die Enthüllungen über Alexanders wahre Bedeutung kommen zu einer Zeit, in der die Erinnerung an den Zweiten Weltkrieg neu bewertet wird. Die Heldengeschichten der Vergangenheit werden kritischer hinterfragt, und die komplexen Realitäten der Kriegsführung treten stärker in den Vordergrund.

In diesem neuen Licht erscheint Alexander nicht als blasserer Gegenpart zu Montgomery, sondern als eine ebenso wichtige, wenn auch andere Art von Führungspersönlichkeit. Seine Ruhe, seine Besonnenheit und seine Fähigkeit, unter extremem Druck klare Entscheidungen zu treffen, waren Eigenschaften, die in den Schützengräben und Stäben genauso wichtig waren wie taktische Brillanz.

Die Geschichte lehrt uns, dass nicht alle Helden im Rampenlicht stehen. Manche wirken im Hintergrund, ihre Beiträge werden erst Jahre später vollständig gewürdigt. Harold Alexander ist ein Paradebeispiel für diese Art von stillem Heldentum, das die Fundamente der Siege bildete, die andere für sich beanspruchten.

Die neuen historischen Studien fordern uns auf, unseren Blick zu erweitern und die vielen Gesichter der Führung im Krieg zu erkennen. Alexander mag nicht das Gesicht gewesen sein, das auf Plakaten prangte, aber er war das Rückgrat, das die alliierte Kriegsmaschinerie in ihren schwierigsten Momenten zusammenhielt.

Sein Vermächtnis ist eine Erinnerung an die Bedeutung von Demut, Pflichtbewusstsein und strategischem Weitblick in Zeiten größter Not. Während die Welt weiterhin die großen Schlachten und ihre Helden feiert, sollten wir auch die stillen Strategen nicht vergessen, die im Schatten arbeiteten und deren ruhige Entschlossenheit den Unterschied zwischen Sieg und Niederlage ausmachte.

Die Akten sind nun offen, die Tagebücher gelesen und die Analysen geschrieben. Das Urteil der Geschichte über Harold Alexander wird neu formuliert: Er war nicht nur Churchills bester General, sondern auch ein Beispiel für eine Führungskultur, die auf Vertrauen, Loyalität und Selbstlosigkeit basierte – Werte, die in jeder Epoche und in jedem Konflikt von unschätzbarem Wert sind.

16 September 2026

Mi ero appena seduta a tavola con la cena quando ho sentito la voce di mia figlia uscire dal telefono che avevo lasciato in cucina. Non aveva riattaccato. «Lei se ne starà zitta e accetterà»,…

Non dovevo sentire nulla di tutto questo. Quel pomeriggio mia figlia mi aveva chiamata per sentirmi, o così aveva detto. Avevamo parlato per una decina di minuti. I nipoti, il nuovo lavoro di suo marito, se avessi visto le notizie sul temporale che si avvicinava a Raleigh. Poi aveva detto che doveva mettere su la … Read more

16 September 2026

« Tu garderas les enfants de ton frère », m’a lancé ma mère. Dix heures de vol, mille deux cents euros, et pas un seul câlin. Juste une liste d’heures de coucher et des moqueries de Damien pendant…

Ma mère m’avait suppliée de rentrer. Dix heures de vol plus tard, je me suis retrouvée babysitter pour les enfants de mon frère pendant que toute la famille partait en voyage. J’ai souri à leurs moqueries, puis j’ai dit une seule phrase. C’est là qu’ils sont devenus faux. Tu garderas les enfants de ton frère, … Read more

16 September 2026

Der schottische Pilot, der drei Fluchttunnel grub und das legendäre Drama der Großen Flucht aus dem Gefangenenlager überlebte

Es ist der 24. März 1944, kurz vor Mitternacht. Unter den Baracken des Lagers Stalag Luft III in der polnischen Tiefebene kriecht ein Mann durch einen 100 Meter langen, engen Tunnel.

Die Luft ist stickig, die Dunkelheit absolut. Über ihm wachen deutsche Wachen mit Maschinengewehren und Suchscheinwerfern. Der Mann ist Flight Lieutenant Robert Kerr, ein 26-jähriger Pilot aus Glasgow.

Er ist auf dem Weg in die Freiheit – zum dritten Mal in seiner Kriegsgefangenschaft. Was Kerr an diesem Abend noch nicht weiß: Er wird einer von nur drei Männern sein, die die Flucht lebend überstehen. 50 seiner Kameraden werden von der Gestapo ermordet.

Kerr überlebt, weil er Schotte ist. Und weil Schotten nicht aufgeben.

Robert Kerr wurde 1918 in Glasgow geboren, in einer Arbeiterfamilie am Ufer des Clyde. Sein Vater arbeitete auf den Werften, wo die großen Schiffe gebaut wurden, die das britische Empire zusammenhielten. Als Junge stand Kerr am Fluss, sah die Schiffe, sah die Flugzeuge am Himmel, und wusste: Er würde fliegen.

1936 trat er der Royal Air Force bei, wurde ausgebildet, bestand alle Prüfungen und lernte, Spitfires zu fliegen. Er war kein außergewöhnlicher Pilot, aber er hatte eine Eigenschaft, die ihn auszeichnete: Er war ein Problemlöser. Jedes Problem hatte eine Lösung.

Diese Einstellung sollte ihm mehrfach das Leben retten.

Im September 1940, während der Luftschlacht um England, patrouillierte Kerr über Frankreich. Plötzlich tauchten deutsche Messerschmitt Bf 109 auf, schnelle, tödliche Jäger. Der Kampf war kurz und brutal.

Kerr wurde überwältigt, seine Maschine getroffen, der Motor fing Feuer, die Steuerung reagierte nicht mehr. Er musste aussteigen. Der Fallschirm öffnete sich, er schlug auf dem Boden auf – auf der falschen Seite.

In von Deutschland besetztem Gebiet. Innerhalb weniger Stunden war er gefangen. Sein erstes Lager war klein, eine alte Kaserne in Nordfrankreich, etwa 100 Gefangene, meist britische Piloten.

Kerr beobachtete alles: Wachroutinen, Patrouillenzeiten, schwache Stellen im Zaun. Er machte sich mentale Notizen, denn Papier würde man finden. Nach drei Wochen war er bereit.

Sein Plan war einfach: Beim Wachwechsel gab es eine 30-sekündige Lücke, einen toten Winkel. In dieser Zeit schnitt er den Draht durch und rannte. Er schaffte es, lief durch Felder und Wälder, immer Richtung Westen, Richtung England.

Nach zwei Tagen, 40 Meilen von seinem Ausgangspunkt entfernt, wurde er von deutschen Patrouillenhunden aufgespürt. Gefangen. Aber die Deutschen verziehen ihm die Flucht nicht.

Sie verprügelten ihn, verhörten ihn. Wo wollten Sie hin? England.

Zu Fuß? Sarkasmus. Kerr kümmerte das nicht.

Er hatte Erfahrung gesammelt. Beim nächsten Mal würde er besser vorbereitet sein.

Das zweite Lager war härter, in Deutschland, ein Offizierslager mit mehr Wachen, mehr Stacheldraht, mehr Regeln. Aber Kerr gab nicht auf. Diesmal kein Tunnel, denn der Boden war zu hart.

Stattdessen ein anderer Plan: eine Uniform. Wenn man eine deutsche Uniform trägt, kann man vielleicht einfach hinausspazieren. Aber wie kommt man an eine Uniform?

Kerr meldete sich freiwillig zur Wäscherei, wo auch die Kleidung der deutschen Wachen gewaschen wurde. Wochenlang wartete er, bis eines Tages eine Uniform liegen blieb. Er nahm sie, versteckte sie und bereitete sich vor.

Das Problem: Er sprach kein Deutsch. Wenn ihn jemand ansprach, wäre er entdeckt. Also musste er ohne ein Wort hinauskommen.

Beim Wachwechsel, im allgemeinen Durcheinander am Tor, mischte er sich unter die Soldaten und ging einfach hinaus, als wäre er im Dienst. Es funktionierte. Zum zweiten Mal war er frei.

Diesmal schlauer, nahm er einen Zug nach Westen, Richtung Belgien. An der Grenze verlangten die Beamten Papiere. Kerr hatte keine, nur eine gestohlene Uniform.

Wieder gefangen.

1943 wurde Kerr in ein drittes Lager gebracht: Stalag Luft III, in Sagan, Polen. Dieses Lager war etwas Besonderes. Es war gebaut worden, um Fluchtkünstler einzusperren.

Die Insassen waren RAF- und USAAF-Piloten, alle hatten schon Fluchtversuche hinter sich. Die Deutschen hatten gelernt. Die Baracken standen auf Stelzen, um das Graben von Tunneln zu erschweren.

Der Boden war gelber Sand, so dass jede Ausgrabung sofort auffallen würde. Alle 50 Meter standen Wachtürme mit Maschinengewehren, Scheinwerfern und Hunden. Alles war durchdacht.

Aber als Kerr ankam, erkannten ihn andere Gefangene: den Kerl, der zweimal geflohen war, den Maulwurf. Er hatte sich einen Namen gemacht. Bald wurde er zu einem geheimen Treffen eingeladen.

In einer Baracke versammelten sich 20 erfahrene Gefangene. Ihnen wurde ein Plan vorgestellt: die große Flucht, der größte Ausbruch aller Zeiten. Drei Tunnel gleichzeitig – Tom, Dick und Harry.

Wenn die Deutschen einen finden, gehen die anderen weiter. Jeder Tunnel sollte zehn Meter tief und 100 Meter lang sein und in den Wald führen. In einer einzigen Nacht sollten 200 Männer entkommen.

Unglaublich. Aber war es möglich? Hier kam Kerr ins Spiel.

Ich habe schon zweimal gegraben, sagte er. Ich weiß, wie es geht. Er wurde zum Tunnel-Ingenieur ernannt, verantwortlich für Luftzirkulation, Abstützung und Falltüren.

Kerrs Wissen war entscheidend. Er wusste: Sand bricht leicht zusammen. Lehm ist fest, aber schwer zu graben.

Die Lösung: Abstützung. Holzlatten von Bettgestellen, alle 60 Zentimeter eine Stütze, damit der Tunnel nicht einstürzt. Das zweite Problem: Luft.

In einem 100 Meter langen Tunnel geht einem die Luft aus. Die Lösung: eine Luftpumpe, handgefertigt aus Sporttaschen, mit Rohren, die frische Luft bis ans Ende des Tunnels pumpten. Das dritte Problem: der gelbe Sand.

Wohin damit? Wenn man ihn im Hof verteilt, fällt er auf. Die Lösung: kleine Beutel in den Hosentaschen, die den Sand langsam beim Gehen fallen ließen, gemischt mit grauer Erde.

Kerr kannte all das aus Erfahrung. Er gab sein Wissen an die jüngeren Männer weiter, an die Erstflüchtigen. Seid geduldig.

Übertreibt es nicht. Seid vorsichtig. Die Grabarbeiten begannen im Frühjahr 1943.

Jeden Tag, in Schichten. Einige gruben, andere transportierten den Sand, wieder andere hielten Wache. Goon kommt!

riefen sie, wenn ein deutscher Wächter auftauchte. Goon, das war ihr Codewort für die Wachen. Bei der Warnung tat jeder so, als wäre alles normal.

Der Tunnel war versteckt, die Falltüren geschlossen. Es dauerte ein Jahr, Monate, Hunderte von Männern, Tausende von Stunden. Und dann wurde einer der drei Tunnel entdeckt: Tom.

Die Deutschen waren schockiert, aber Dick und Harry waren noch verborgen. Die Arbeit ging weiter. Kerr kontrollierte jeden Tag: Die Abstützung war solide, die Luftpumpe funktionierte, der Sand wurde richtig verteilt.

Jedes Detail war wichtig, denn ein Fehler konnte alle töten.

Am 24. März 1944 war der Tunnel Harry fertig, 100 Meter lang, bis in den Wald. Heute Nacht würden 200 Menschen entkommen.

Eine Liste wurde erstellt. Kerr war darauf, Nummer 45. In der Dunkelheit standen die Gefangenen Schlange.

Einer nach dem anderen kroch in den Tunnel. Es war dunkel, eng, heiß, aber es gab Hoffnung. Hoffnung auf Freiheit.

Der erste Mann kam heraus, dann der zweite, dann der dritte. Es ging langsam, weil der Tunnel eng war. Man musste stundenlang kriechen.

Als Kerr an der Reihe war, waren bereits 76 Menschen entkommen. Aber es gab ein Problem. Der Tunnel war nicht lang genug.

Der Ausgangspunkt lag nicht im Wald, sondern am Rand, nahe einem Wachturm. Gefährlich. Aber es gab kein Zurück mehr.

Kerr kroch in den Tunnel, 100 Meter in der Dunkelheit, allein. Dann kam er heraus, in die Freiheit. Zum dritten Mal.

76 Gefangene entkamen in dieser Nacht. Aber am Morgen bemerkten die Deutschen es. Panik, Alarm, ganz Deutschland wurde auf den Kopf gestellt.

Die Gestapo wurde eingeschaltet, die SS, die Wehrmacht, alle suchten nach den Flüchtigen. Hitler war außer sich vor Wut. Wie können 76 Menschen entkommen?

Er gab einen Befehl: Fangt sie und erschießt sie. Ein illegaler Befehl, denn Kriegsgefangene dürfen nicht hingerichtet werden. Aber Hitler war egal.

Die Jagd begann. Kerr lief durch Wälder, durch Städte, mit Zügen, Richtung Belgien. Aber überall waren Deutsche, Kontrollpunkte, Patrouillen, Hunde.

Einer nach dem anderen wurden die Flüchtigen gefasst. 73 von ihnen. Und 50 wurden von der Gestapo erschossen, mit einem Schuss in den Rücken.

Ein Kriegsverbrechen, aber es geschah. Auch Kerr wurde gefasst, an der belgischen Grenze, zum vierten Mal. Aber diesmal war es anders, denn die Gestapo verhörte ihn.

Sind Sie von der großen Flucht? Ja. Welche Nummer hatten Sie?

45. Schweigen. Dann eine Entscheidung: Zurück ins Lager.

Warum haben sie ihn nicht erschossen? Wir wissen es nicht. Vielleicht hatte er Glück.

Vielleicht war es ein bürokratischer Fehler. Vielleicht stand er nicht auf der Liste. Aber er lebte, während 50 seiner Freunde starben.

Kerr wurde nach Stalag Luft III zurückgebracht, aber in eine andere Baracke, in Isolationshaft, weil er jetzt als gefährlich galt.

Im April 1945 näherte sich die sowjetische Armee. Stalag Luft III wurde evakuiert. Die Gefangenen wurden nach Westen marschiert.

Man nannte es den Todesmarsch, weil die meisten krank, hungrig und schwach waren. Aber Kerr überlebte, lief Tage, Wochen. Und dann, Anfang Mai, kamen amerikanische Truppen.

Das Lager wurde befreit, die Gefangenen waren frei. Auch Kerr, aber diesmal wirklich frei. Der Krieg war zu Ende, Deutschland kapitulierte.

Kerr kehrte nach Glasgow zurück, nach Hause. Nach vier Jahren, viermal gefangen, dreimal entkommen, einmal angeschossen, lebendig dank schottischer Sturheit. Nach dem Krieg blieb Kerr noch ein paar Jahre bei der RAF, aber er flog nicht mehr, weil er gealtert war, müde, traumatisiert.

Stattdessen wurde er Ausbilder und brachte jungen Piloten bei: Was tun, wenn man abgeschossen wird? Was tun, wenn man gefangen wird? Gebt nie auf.

1950 ging er in den Ruhestand. Er lebte ruhig in Glasgow, war nicht berühmt, denn damals war die große Flucht noch nicht berühmt. Erst 1963 kam der Film heraus, The Great Escape, mit Steve McQueen.

Die Welt erfuhr davon, und man fand Kerr, interviewte ihn. Haben Sie wirklich dreimal versucht zu fliehen? Ja.

Warum? Weil es meine Pflicht war. Fluchtversuch war die Pflicht eines Gefangenen.

Einfach. Klar. Schottisch.

Aber eines beschäftigte Kerr immer: 50 Männer, seine Freunde, die mit ihm gegraben und geplant hatten, wurden hingerichtet. Ein Kriegsverbrechen der Gestapo. Kerr gedachte ihrer jedes Jahr, am 24.

März, dem Tag der Flucht. Und jedes Jahr dachte er: Warum habe ich überlebt? Warum nicht sie?

Überlebensschuld. Aber Kerr wusste, dass ihr Tod nicht vergeblich war, denn die große Flucht zeigte der Welt etwas: Selbst wenn man ein Gefangener ist, selbst wenn es keine Hoffnung zu geben scheint, ist Widerstand möglich. Flucht ist möglich.

Und dieser Geist war einer der Dinge, die Nazi-Deutschland brachen. Sturheit, Rebellion, Leidenschaft für die Freiheit. Die Frage ist: Warum floh Kerr dreimal?

Einmal versucht, gefangen. Warum es noch einmal versuchen? Die Antwort ist einfach: Weil er Schotte war.

Aber was bedeutet das? Die schottische Geschichte ist eine Geschichte des Widerstands gegen die Engländer, gegen die Wikinger, gegen die Römer. Niemals unterwerfen.

Sie mögen unser Leben nehmen, aber sie werden uns nie unsere Freiheit nehmen. William Wallaces Worte. Und Kerr lebte sie.

Gefangenschaft war inakzeptabel. Selbst wenn er von Stacheldraht umgeben war, konnten sie seinen freien Geist nicht töten. Und das war nicht nur Kerr.

Es gab Tausende von Gefangenen. Aber Kerr wurde zum Symbol, weil er es dreimal versuchte. Und jedes Mal wurde er gefasst, und jedes Mal versuchte er es erneut.

Diese Sturheit, diese Entschlossenheit ist die Essenz der schottischen Identität.

Heute erinnern wir uns an Kerr. Warum? Weil er ein Beispiel für die Kraft des menschlichen Geistes ist.

Viermal gefangen, dreimal entkommen, 50 Freunde gestorben, aber er überlebte und erzählte seine Geschichte den jungen Generationen. Gebt nicht auf. Wenn es schwer wird, arbeitet härter.

Wenn ihr verliert, versucht es erneut. Einfache Botschaften, aber mächtig. Denn Kerr bewies sie, indem er sie lebte.

Er tat Dinge, die unmöglich schienen. Und wie schaffte er das? Mit Intelligenz, mit Geduld, mit Sturheit und ein wenig Glück.

Aber vor allem, indem er nie aufgab. Er starb 1985 im Alter von 67 Jahren. Die Beerdigung fand in Glasgow statt, Hunderte kamen, ehemalige Gefangene, Piloten, ihre Familien.

Und alle sagten dasselbe: Kerr hat nie aufgegeben. Wir sollten es auch nicht. Die große Flucht ist heute legendär, dank des Films.

Aber der Film erzählt nicht die ganze Wahrheit. Steve McQueen flieht nicht auf einem Motorrad, das ist nie passiert. 76 Menschen entkamen, nur drei schafften es wirklich.

Der Rest wurde gefasst, 50 wurden getötet. Das ist eine Tragödie, aber auch ein Sieg. Denn es versetzte die Deutschen in Panik, ganz Deutschland wurde in Alarmbereitschaft versetzt.

Tausende von Soldaten wurden eingesetzt, um nach den Flüchtigen zu suchen. Diese Soldaten hätten an der Front sein können, aber sie waren es nicht. Sie suchten nach Flüchtigen.

Das ist Strategie. Krieg wird nicht nur mit Waffen geführt, sondern auch mit Moral. Und die große Flucht hob die Moral der Alliierten, senkte die Moral der Nazis.

Und Männer wie Kerr machten es möglich.

Was lernen wir aus dieser Geschichte? Beharrlichkeit. Kerrs Intelligenz war durchschnittlich, seine körperliche Stärke normal.

Er hatte kein besonderes Talent, aber er hatte Beharrlichkeit. Einmal gescheitert, versuche ich es erneut. Zweimal gescheitert, versuche ich es ein drittes Mal.

Diese mentale Stärke verändert alles. Denn im Leben ist das größte Hindernis der eigene Verstand. Wenn du sagst: Ich kann nicht.

Dann kannst du nicht. Wenn du sagst: Ich versuche es, vielleicht scheiterst du, aber du lernst. Kerr lernte aus jeder Flucht.

Beim ersten Mal war das Durchschneiden des Drahtes nicht genug. Beim zweiten Mal war die Uniform nicht genug. Beim dritten Mal war der Tunnelbau das Beste, weil er Erfahrung gesammelt, aus Fehlern gelernt hatte.

Und das ist das Geheimnis des Erfolgs. Der Maulwurf, so nannten ihn die Deutschen, weil er ständig Tunnel grub, unermüdlich. In jedem Lager ein neuer Tunnel, bei jeder Gefangennahme ein neuer Plan.

Kerr hörte nie auf. Warum? Weil Freiheit ihm mehr wert war als alles andere.

Lieber sterben beim Versuch zu fliehen, als hinter Stacheldraht zu leben. Aber er starb nicht. Er lebte und erzählte seine Geschichte uns, den zukünftigen Generationen.

Gebt nicht auf. Gefängnismauern mögen hoch sein, aber euer Verstand kann frei bleiben. Und wenn euer Verstand frei ist, werdet ihr einen Weg finden.

Ihr werdet einen Tunnel graben. Ihr werdet eine Uniform stehlen. Ihr werdet einen Plan machen.

Und ihr werdet entkommen. Vielleicht nicht beim ersten Mal. Vielleicht nicht beim zweiten Mal, aber eines Tages werdet ihr Erfolg haben.

Kerr entkam dreimal, wurde viermal gefangen, aber sein Geist wurde nie gefangen. Und das ist der wahre Sieg. Der schottische Maulwurf, Symbol der Freiheit, Ikone des Niemals-Aufgebens.

16 September 2026

« Vas-y, fais ce qu’ils t’ont dit. » Ces mots ont flotté au-dessus de la table d’honneur pendant que ma sœur posait la main sur le dossier de ma chaise, celle où mon carton de placement était…

Ma sœur s’est arrêtée à côté de la chaise de la mariée, tout près de mon mari. Il a même tiré la chaise pour elle. Maman a souri jusqu’à ce qu’il dise : « Vas-y, fais ce qu’ils t’ont dit. » Ma sœur a regardé maman droit dans les yeux. Mon marié s’est levé. « … Read more

16 September 2026

Warum flohen eigentlich nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs so viele berüchtigte Nazi-Offiziere ausgerechnet in das ferne Syrien?

DAMASKUS – Eine Tür öffnet sich in einem unscheinbaren Wohnblock im diplomatischen Viertel der syrischen Hauptstadt. Ein 73-jähriger Mann bittet einen westdeutschen Reporter herein. Es ist Oktober 1985, und sechs europäische Nationen haben seit drei Jahrzehnten vergeblich die Auslieferung dieses Mannes gefordert.

Die syrische Regierung hat jedem einzelnen Land versichert, dass eine solche Person nicht existiert in ihrem Staat. Doch der Mann, der hier Kaffee serviert, heißt Alois Brunner – und er ist der lebendige Beweis für eine der dunkelsten und am längsten verdrängten Kapitel der Nachkriegsgeschichte: das systematische Erstarken nazistischer Kriegsverbrecher im Herzen des Nahen Ostens.

Die Reise dieses Mannes nach Damaskus begann nicht in Europa, sondern in einer militärischen Katastrophe, die Syrien selbst erlitt. Es ist der 15. Mai 1948, und Syrien ist eines von fünf arabischen Ländern, die einen Tag nach der israelischen Unabhängigkeitserklärung in Palästina einmarschieren.

Die Folge ist eine vernichtende Niederlage. Syrische Truppen werden über den Jordan zurückgedrängt, die Armee kehrt ausgehungert und hoffnungslos unterausgerüstet zurück. In den folgenden Monaten geben sich die zivilen Führer des Landes gegenseitig die Schuld an dem Debakel, während die junge parlamentarische Demokratie, die erst zwei Jahre zuvor mit dem Ende der französischen Mandatsherrschaft entstanden war, unter dem Druck der öffentlichen Wut zusammenbricht.

Am 30. März 1949 putscht sich der Generalstabschef Husni al-Zaim an die Macht – der erste Militärputsch in der Geschichte Syriens. Kaum im Amt, erklärt er den Wiederaufbau der geschlagenen Armee zur obersten Priorität.

Al-Zaim sucht moderne Ausbildung, kampferprobte Offiziere und Männer, die verstehen, wie man einen Krieg nach europäischem Muster führt. Im Jahr 1949 gibt es nur eine Gruppe, die diese Anforderungen erfüllt und bereit ist, den Auftrag anzunehmen: ehemalige deutsche Soldaten. Das Problem für den neuen starken Mann in Damaskus ist nicht die Rekrutierung, sondern die Logistik.

Die Alliierten und die neuen westdeutschen Behörden würden niemals wissentlich SS-Männer oder Gestapo-Offiziere nach Syrien liefern.

Doch ein Netzwerk existiert bereits seit Jahren, und es hat einen Namen: Haj Amin al-Husseini, der frühere Großmufti von Jerusalem. Zwischen 1941 und 1945 lebt al-Husseini als Gast des NS-Regimes in Berlin, trifft Hitler am 28. November 1941 und rekrutiert bosnische Muslime für die Waffen-SS.

Nach seiner Flucht aus französischer Haft im Jahr 1946 lässt er sich in der arabischen Welt nieder und wird zu dem, was Historiker später als Schutzengel für nazistische Flüchtlinge bezeichnen. Das Arrangement, das sich daraus entwickelt, läuft nahezu geräuschlos ab: al-Husseini liefert die Kontakte, al-Zaim liefert die Positionen, und bereits 1948 treffen die ersten deutschen Offiziere in Damaskus ein.

Die erste bedeutende Figur, die diesen Weg nutzt, ist Walter Rauff – der SS-Offizier, der die Gaswagen im Reichssicherheitshauptamt in Berlin konstruiert hat. Vom syrischen Geheimdienst noch im Jahr 1948 angeworben, wird er Militärberater und einer der engsten ausländischen Vertrauten al-Zaims. Geheimdienstberichte der USA vom November 1949, die heute im Nationalarchiv in Washington liegen, beschreiben ihn als Chef der deutschen Militärexperten in Syrien.

Rauff wird in ganz Europa wegen seiner Rolle beim Tod von fast 100. 000 Menschen gesucht. Doch das System, das ihn schützt, zeigt eine gefährliche Schwäche, als es fast mit seinem Gründer zusammenbricht.

Am 14. August 1949 putscht Oberst Sami al-Hinnawi gegen al-Zaim und lässt ihn noch am selben Nachmittag in der Festung Mezzeh vor Damaskus erschießen. Rauff wird innerhalb von Wochen des Landes verwiesen und findet schließlich in Chile eine Bleibe, wo er unbehelligt bis zu seinem Tod im Jahr 1984 lebt.

Der Patron ist weg, doch die Tür bleibt offen. Sie bleibt offen, weil Ende der 1940er Jahre eine vollständige Infrastruktur existiert, um gesuchte Deutsche aus Europa herauszuschmuggeln. Die Route durch Italien erweist sich als die zuverlässigste, und an ihrer Spitze steht der österreichische Bischof Alois Hudal am Pontificio Istituto Teutonico Santa Maria dell’Anima in Rom, der falsche Identitätspapiere ausstellt und Reisedokumente über das Internationale Rote Kreuz beschafft.

Hudals Netzwerk bringt Adolf Eichmann 1950 nach Argentinien, Franz Stangl kurz darauf nach Brasilien – und wird schließlich auch den Mann transportieren, um den es hier geht. Parallel dazu operiert ein System direkt in Westdeutschland: die sogenannte Gehlen-Organisation, die im Juni 1946 vom früheren Wehrmachtsgeneral Reinhard Gehlen gegründet und zunächst von der US-Armee finanziert wird. Sie heuert hunderte ehemalige SS- und SD-Offiziere an.

Freigegebene Akten zeigen, dass diese Organisation in den späten 1940er und 1950er Jahren die Bewegung kontroverser Personen nach Ägypten und Syrien erleichtert. Als die Organisation 1956 offiziell zum Bundesnachrichtendienst wird, bleiben die alten Kontakte intakt.

Franz Rademacher nutzt diese Netzwerke im Sommer 1952. Zwischen Mai 1940 und April 1943 hat er den Judenreferat im Auswärtigen Amt geleitet und den sogenannten Madagaskar-Plan entworfen. Im Februar 1952 verurteilt ihn ein westdeutsches Gericht wegen Beihilfe zum Mord an 1.

300 serbischen Juden zu drei Jahren und fünf Monaten Haft. Doch gegen Kaution wird er im Juli 1952 entlassen, und innerhalb weniger Wochen ist er verschwunden. Im August 1952 taucht er in Damaskus unter dem Decknamen Theo Bartholome Rodella auf, betreibt ein Exportgeschäft und genießt den Schutz der syrischen Regierung.

Zwei Jahre später macht sich der Mann auf den Weg, dessen Schatten am längsten über Damaskus liegen wird.

Alois Brunner hat die unmittelbaren Nachkriegsjahre in Deutschland versteckt verbracht, zeitweise sogar als Fahrer für die US-Armee unter falschen Papieren gearbeitet. Im Jahr 1954 erhält er einen gefälschten Rotkreuz-Pass und reist nach Rom, wo ihn Hudals Netzwerk nach Kairo weiterverarbeitet. Ägypten ist jedoch nur ein Zwischenstopp.

Der damalige Präsident Gamal Abdel Nasser hat angeblich keine Verwendung für Deportationsspezialisten, und Brunner wird stillschweigend weitergeschickt. Mit al-Husseini als letztem Vermittler trifft er 1955 in Damaskus ein und bezieht eine regierungseigene Wohnung in der George-Haddad-Straße 22 im diplomatischen Viertel – unter dem Namen Georg Fischer.

Der Mann, der diese Adresse bezieht, ist 43 Jahre alt und wird in Frankreich in Abwesenheit zum Tode verurteilt. Zwischen Juni 1943 und August 1944 hat er das Durchgangslager Drancy bei Paris kommandiert und rund 24. 000 Menschen in die Vernichtungslager deportiert.

Seine neuen syrischen Arbeitgeber wissen genau, wen sie da beschäftigen. Die Wohnung liegt nur wenige Gehminuten von den Ministerien und dem Geheimdiensthauptquartier entfernt, die Brunners neues Arbeitsleben prägen werden. Ursprünglich mietet er von einem anderen deutschen Berater namens Kurt Witzka – eine Vereinbarung, die endet, als Brunner Witzka bei dem syrischen Geheimdienst mit erfundenen Anschuldigungen denunziert und die gesamte Wohnung für sich beansprucht.

Brunners Beschäftigung in Damaskus läuft auf zwei Gleisen. Offiziell ist er Unternehmensberater, inoffiziell hat er zwei Funktionen. Die erste ist die Beratung des syrischen Geheimdienstes in Verhörmethoden – direkt aus seiner Erfahrung mit Deportationen in Wien, Thessaloniki und Paris.

Laut einem ehemaligen syrischen Geheimdienstoffizier namens Sami Juma reist Brunner regelmäßig ins Wadi Barada am Rande von Damaskus, wo er syrische Offiziere in Gestapo-Techniken ausbildet. Die zweite Spur ist der Waffenhandel. Mit Rademacher und einem dritten ehemaligen SD-Offizier gründet Brunner die Orient Trading Company, kurz Otraco, die in den späten 1950er Jahren Waffen aus dem Sowjetblock an die algerische Nationale Befreiungsfront liefert.

Brunner wird wohlhabend.

Er wird auch sichtbar, und der israelische Geheimdienst reagiert. Im Jahr 1961 kommt ein Umschlag an der George-Haddad-Straße an. Brunner öffnet ihn selbst, und eine Briefbombe kostet ihn das linke Auge.

Eine zweite Bombe erreicht Rademachers Haus im Jahr 1962, eine dritte trifft Brunner 1980 erneut und kostet ihn Finger an der linken Hand. Israel übernimmt öffentlich nie die Verantwortung, doch keiner der Anschläge ist tödlich. Im Januar 1962 schickt der Mossad einen Agenten namens Eli Cohen nach Damaskus, der als syrischer Emigranten-Geschäftsmann aus Argentinien getarnt ist.

In den folgenden drei Jahren baut Cohen tiefe Beziehungen zur syrischen Politik- und Militärelite auf. Eine seiner Aufgaben ist es, Nazi-Flüchtlinge in Damaskus aufzuspüren, darunter auch Brunner.

Doch die syrische Spionageabwehr enttarnt Cohen im Januar 1965, und am 18. Mai 1965 wird er öffentlich auf dem Marjeh-Platz im Zentrum von Damaskus vor einer Menschenmenge von über 10. 000 Zuschauern gehängt.

Was auch immer er über Brunner herausgefunden hat, stirbt mit ihm. Rademachers syrische Jahre enden anders. Im Juli 1963 wird er vom syrischen Geheimdienst wegen angeblicher Spionage verhaftet und verbringt mehr als zwei Jahre im Gefängnis, bevor er im Oktober 1965 aus gesundheitlichen Gründen freigelassen wird.

Am 30. November 1966 fliegt er freiwillig nach Westdeutschland zurück. Brunner bleibt.

Eine neue Partei hat im März 1963 die Macht in Damaskus übernommen, und sie hat nicht die geringste Absicht, ihn gehen zu lassen. Die Ba’ath-Partei putscht sich am 8. März 1963 an die Macht und wird das Land für die nächsten 61 Jahre regieren.

In ihrer Führung sitzt ein junger alawitischer Luftwaffenoffizier namens Hafez al-Assad, der sich durch interne Fraktionskämpfe zum Verteidigungsminister, dann zum Premierminister und schließlich zum Staatschef hocharbeitet. Brunners Schutz, der unter früheren Regierungen informell war, wird unter der Ba’ath institutionalisiert. Er bekommt eine neue Wohnung, ein staatliches Gehalt und steht unter der persönlichen Aufsicht des syrischen Geheimdienstes.

Die Auslieferungsersuchen beginnen fast sofort und hören nie auf. Bis in die späten 1980er Jahre stellen sechs Länder – Frankreich, Westdeutschland, Österreich, Polen, die Tschechoslowakei und Griechenland – formelle Forderungen nach Brunners Übergabe. Syriens Antwort bleibt immer dieselbe.

Beamte des Außenministeriums fragen Brunner routinemäßig, ob er in Syrien lebe, akzeptieren seine Verneinung und informieren die europäischen Regierungen, dass eine solche Person nicht im Land existiere. Brunner selbst bricht das Schweigen 1985 mit dem Interview, das in der Einleitung beschrieben wurde. Er sagt dem Reporter, er habe kein schlechtes Gewissen wegen seiner Kriegsverbrechen.

Mit 73 Jahren ist er reuelos.

Der diplomatische Druck nimmt 1996 kurzzeitig zu, als Frankreichs Präsident Jacques Chirac Brunners Fall während eines Staatsbesuchs direkt bei Hafez al-Assad anspricht. Assad bestreitet jegliche Kenntnis. Laut einem tunesischen Journalisten verlegt Assad Brunner kurz darauf still in ein Kellerverlies, um weitere Peinlichkeiten zu vermeiden.

Der Mann, der vier Jahrzehnte in einem Regierungsapartment verbracht hat, muss jetzt in einem Kellerraum leben, in dem sich seine Zustände drastisch verschlechtern. Eine Untersuchung der französischen Zeitschrift Revue 21 aus dem Jahr 2017 zitiert drei ehemalige syrische Geheimdienstoffiziere, die Brunners letzte Jahre beschreiben. Er kann sich nicht mehr selbst waschen, überlebt von Armeerationen, und Nachbarn hören ihn nachts weinen.

Bis zum Ende bleibt er antisemitisch. Er stirbt in diesem Keller um Dezember 2001, im Alter von 89 Jahren.

Die Gründe, warum Syrien Männer wie Brunner, Rademacher und Rauff beherbergte, waren nie eindimensional. Eine besiegte Armee brauchte europäisches Fachwissen, ein Makler in Damaskus öffnete die Türen, und die europäischen Fluchtrouten schickten weiter Passagiere durch diese Türen. Rauff starb friedlich in Chile 1984, Rademacher in Westdeutschland 1973, Brunner in jenem Damaszener Keller 2001 – alle drei reuelos, keiner von ihnen je vor Gericht gestellt.

Und als die Ba’ath-Partei die Macht übernahm, wurde die Übergabe eines Mannes, der den syrischen Geheimdienst von innen kannte, zu etwas, das keine Regierung in Damaskus jemals bereit war zu tun. Die Geschichte dieser Flüchtlinge ist nicht nur eine Erinnerung an die Verbrechen der Vergangenheit – sie wirft ein grelles Licht auf die politische Instrumentalisierung von Kriegsverbrechern im Kalten Krieg, und sie bedroht bis heute das Verständnis von Gerechtigkeit und Straflosigkeit in einer Region, die bis heute unter den Folgen dieser Entscheidungen leidet.

16 September 2026

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