Borussia Dortmund hat den zweiten großen Sommer-Coup gelandet: Jannes Konstantelias wechselt mit sofortiger Wirkung zu den Schwarz-Gelben. Der griechische Nationalspieler, dessen Verpflichtung sich bereits seit Tagen abzeichnete, hat am Morgen den Flieger nach Deutschland genommen. Bilder zeigen ihn am Flughafen von Thessaloniki auf dem Weg zum Medizincheck, der noch heute in Dortmund stattfinden soll.
Damit reagiert der BVB blitzschnell auf den geplatzten Transfer von Eljif Elmas und präsentiert eine hochkarätige Alternative.
Nach Informationen der Gazzetta aus Griechenland haben sich die Verantwortlichen von Borussia Dortmund nicht nur die mündliche Zusage des Spielers gesichert, sondern auch eine vollständige Einigung mit PAOK Saloniki erzielt. Die Ablösesumme liegt inklusive aller Boni bei bis zu 30 Millionen Euro. Konstantelias, der erst 21 Jahre alt ist, unterschreibt einen Vierjahresvertrag, der ihm ein Nettogehalt von 3,2 Millionen Euro pro Saison einbringen soll.
Die Personalie kommt für viele überraschend schnell und vor allem geräuschlos. Während die Verhandlungen um Elmas wochenlang stockten und von öffentlichem Hickhack geprägt waren, zog der BVB den Deal mit Konstantelias innerhalb weniger Tage durch. Sportdirektor Sebastian Kehl und sein Team haben damit eindrucksvoll bewiesen, dass sie aus früheren, oft zähen Transferpannen gelernt haben.
Die Geschwindigkeit dieses Transfers spricht Bände über die neu gewonnene Effizienz in der Dortmunder Kaderplanung.
Konstantelias gilt als technisch herausragend, beidfüßig und mit einem starken Zug zum Tor ausgestattet. Sein Spielstil erinnert eher an einen offensiven Mittelfeldspieler wie Jamie Gittens oder Giovani Reyna, weniger an einen klassischen Flügelstürmer wie Elmas. Experten sehen ihn daher als idealen Kandidaten für die linke Halbraumposition im System von Trainer Niko Kovac.
Gerade in dieser Rolle könnte er seine Stärken – Dribbling, Passspiel und Torgefahr – voll ausspielen.
Dennoch bleibt festzuhalten: Konstantelias ist nicht das gleiche Spielerprofil wie Elmas. Er ist ein anderer Typ, aber keineswegs ein schlechterer. Seine technischen Fähigkeiten liegen auf einem extrem hohen Niveau, und seine Vielseitigkeit macht ihn zu einem Gewinn für jede Offensivreihe.
Videos seiner Auftritte in der griechischen Liga zeigen einen jungen Mann, der mit Ball am Fuß zu Höchstform auflaufen kann. Natürlich sollte man Highlight-Reels nicht überbewerten, aber das vorhandene Talent ist unübersehbar.
Mit diesem Transfer hat der BVB nicht nur Geld gespart – 30 Millionen sind deutlich weniger Risiko als die 55 Millionen, die für Elmas im Raum standen – sondern auch eine Alternative gefunden, die möglicherweise sogar besser ins System von Kovac passt. In der Vergangenheit haben die Dortmunder oft Spieler um die 30-Millionen-Marke verpflichtet, die nicht immer einschlugen. Aber die Kombination aus Konstantelias und dem bereits fixen Carzas könnte für richtig Freude sorgen.
Doch der BVB ist noch lange nicht fertig mit dem Einkaufssommer. Zwei weitere Baustellen stehen ganz oben auf der Liste. Der geplatzte Elmas-Deal setzt zusätzliche Mittel frei, die nun in andere Positionen fließen sollen.
Konkret geht es um das zentrale Mittelfeld und die rechte Außenverteidigerposition. Beide Positionen gelten als dringend verstärkungsbedürftig, und die Dortmunder Verantwortlichen haben vielversprechende Kandidaten ins Visier genommen.
Der erste Kandidat ist Joey Veerman von Paris Saint-Germain. Der 27-jährige Niederländer hat sich über die Medien selbst ins Gespräch gebracht. In einem Interview mit ESPN äußerte er sich vielsagend zu den Gerüchten: “Borussia Dortmund ist natürlich ein wirklich großartiger Verein.
Ich warte ab, wie sich die Dinge entwickeln. Man hört die Gerüchte, aber es steht noch nicht fest. Wenn es soweit kommt, wäre das eine großartige Option für mich.
Ich habe jahrelang darauf gewartet.”
Veerman, der eigentlich für seine spielgestaltenden Fähigkeiten bekannt ist, bringt ein Profil mit, das dem BVB im Mittelfeld fehlt. Er ist kein klassischer Sechser oder defensive Holding Six, sondern ein offensiver Denker, der das Spiel von hinten aufziehen kann. Mit einer beeindruckenden Passquote von 84 Prozent in der gegnerischen Hälfte und guten Zweikampfwerten (56 Prozent insgesamt, davon neun in der Luft) ist er ein kompletter Mittelfeldspieler.
Seine Scorerwerte der letzten Jahre sind beachtlich: In der Saison 2023/24 erzielte er 7 Tore und 19 Vorlagen in 41 Spielen, in der vergangenen Saison waren es 8 Tore und 14 Vorlagen in 30 Liga-Spielen.
Allerdings läuft die Uhr: Veermans Ausstiegsklausel liegt bei 20 Millionen Euro, verfällt aber am 21. August. Der BVB hat also nur noch fünf Tage Zeit, den Deal perfekt zu machen.
Experten bewerten diese Summe als absolutes Schnäppchen für einen Spieler, der sich im besten Fußballalter befindet und konstant Top-Leistungen bringt. Mit seiner Erfahrung und Führungsqualität könnte er das Dortmunder Mittelfeld auf ein neues Niveau heben – eine Eigenschaft, die Niko Kovac explizit gefordert hatte.
Der dritte im Bunde ist Hektor Fort, ein Rechtsverteidiger-Talent vom FC Barcelona. Der 20-jährige Spanier ist transferreif und gilt als einer der vielversprechendsten Youngster seiner Position. Medien wie Sky und Transfer-Experte Matteo Moretto berichten von fortgeschrittenen Gesprächen.
Der BVB führt demnach das Rennen um Fort an. Die Ablösesumme soll zwischen 10 und 20 Millionen Euro liegen. Entscheidend ist die Verteilung einer möglichen Weiterverkaufsbeteiligung: Sollte die Summe bei 10 Millionen liegen, würde Barca 50 Prozent beanspruchen – ein für den BVB riskantes Modell.
Je näher man an die 20 Millionen kommt, desto niedriger fällt die Beteiligung aus.
Fort wäre die ideale Verstärkung auf der rechten Schiene. Mit seiner Schnelligkeit, Technik und Offensivqualität passt er perfekt in das System von Kovac. Er kann sowohl in einer Viererkette als auch in einer Dreierkette spielen.
Aktuell stehen mit Niklas Süle, Julian Ryerson und Thomas Meunier nur wenige etablierte Optionen auf dieser Position zur Verfügung. Mit Fort bekäme der BVB ein junges, hungriges Talent, das sich langfristig entwickeln soll. Eine Leihe mit Kaufoption wäre ebenfalls denkbar.
Die Kombination aus Konstantelias, Veerman und Fort wäre ein Transfer-Dreierpack, der am Ende mehr Sinn ergibt als ein einzelner Top-Star. Borussia Dortmund hätte damit gleich mehrere Baustellen geschlossen: die offensive Kreativität, die Stabilität im Mittelfeld und die verletzungsanfällige rechte Abwehrseite. Ob der BVB nicht ohnehin das Geld für einen Elmas gehabt hätte, ist eine andere Frage.
Klar ist jedoch: Mit dieser Strategie verteilt man das Risiko auf mehrere Schultern und schafft sich gleichzeitig eine breitere Kaderbasis.
Trainer Niko Kovac hatte nach seiner Ankunft mehrfach betont, dass er erfahrene Spieler wünscht, die sofort einsatzbereit sind. Mit Veerman (27) und Konstantelias (21) erfüllt der BVB diesen Wunsch auf unterschiedliche Weise: der eine mit Routine, der andere mit jugendlichem Elan. Der dritte, Hektor Fort, ist ein Investment in die Zukunft – aber einer, der schon heute helfen kann.
Die Dortmunder Anhänger dürfen gespannt sein, ob diese Transfers tatsächlich alle über die Bühne gehen. Sollte der Medizincheck von Konstantelias ohne Komplikationen verlaufen, wird er wohl morgen offiziell vorgestellt. Dann richten sich alle Augen auf die Verhandlungen um Veerman und Fort.
Die Uhr tickt – vor allem bei der Ausstiegsklausel des Niederländers. Doch die Zeichen stehen gut. Der BVB zeigt sich in diesem Sommer entschlossen, flexibel und vor allem schnell.
Ein deutlicher Kontrast zu den zähen Wochen der vergangenen Transferperioden.
Wir werden die Entwicklungen weiterverfolgen und berichten, sobald neue Details bekannt werden. Fest steht: Der BVB ist auf dem Transfermarkt angekommen – und zwar mit einem Paukenschlag. Die Fans dürfen sich auf eine aufregende Saison freuen, in der die neuen Gesichter für frischen Wind sorgen sollen.
Ob am Ende alles ineinandergreift, wird die kommende Spielzeit zeigen. Aber die Richtung stimmt.



