Die unfassbar brutale Exekution des Diktators Mussolini: Was in seinen letzten dramatischen Stunden wirklich geschah und welches schockierende Schicksal ihn an der Tankstelle erwartete!

Mailand –Am 28. April 1945 endete das Leben von Benito Mussolini, dem italienischen Diktator und Gründer des faschistischen Regimes, auf brutale Weise: Er wurde zusammen mit seiner Geliebten Clara Petacci von kommunistischen Partisanen in der Nähe des Comer Sees erschossen. Die Umstände seiner Hinrichtung und die anschließende Schändung seiner Leiche auf der Piazzale Loreto in Mailand gelten als eines der erschütterndsten Ereignisse des Zweiten Weltkriegs – ein Ereignis, das unmittelbar das Ende Adolf Hitlers beeinflusste.

Mussolini, der Italien seit 1922 als Ministerpräsident und später als Diktator regierte, hatte sein Land 1940 an der Seite Nazi-Deutschlands in den Krieg geführt. Doch die italienische Kriegsführung scheiterte: Nach der alliierten Invasion Siziliens im Juli 1943 wurde Mussolini abgesetzt und verhaftet. Deutsche Fallschirmjäger befreiten ihn im Unternehmen Eiche, woraufhin Hitler ihn als Führer der Repubblica Sociale Italiana, eines deutschen Marionettenstaates in Norditalien, einsetzte.

Als die Alliierten nach Norden vorrückten und die deutsche Front zusammenbrach, erklärte die italienische Partisanenführung jedes Mitglied der ehemaligen faschistischen Regierung für vogelfrei. Mussolini floh am 25. April 1945 in Richtung Comer See, in der Hoffnung, in die Schweiz zu entkommen.

Am 27. April wurde sein Konvoi bei Dongo von Partisanen gestoppt. Ein Partisan, Urbano Lazzaro, beschrieb Mussolini später: „Sein Gesicht war wie Wachs, sein Blick glasig.

Ich las Erschöpfung, aber keine Angst. Er schien geistig tot. “

In der Nacht zum 28. April wurde Mussolini in der Nähe von Bonzanigo festgehalten. Die Partisanenführung in Mailand, darunter der Kommunist Luigi Longo, ordnete die Hinrichtung an.

Der Partisan Walter Audisio, getarnt als „Colonnello Valerio“, und Aldo Lampredi fuhren nach Dongo, um den Befehl auszuführen. Gegen 16:10 Uhr wurden Mussolini und Petacci vor der Villa Belmonte in Giulino di Mezzegra an eine Mauer gestellt. Audisio eröffnete mit einer Maschinenpistole das Feuer.

Mussolini starb durch mehrere Schüsse, darunter vier in die Herzgegend.

 

Die Leichen wurden nach Mailand gebracht und am Morgen des 29. April 1945 auf der Piazzale Loreto abgelegt – an jenem Ort, an dem zuvor 15 Partisanen von den Faschisten erschossen und öffentlich zur Schau gestellt worden waren. Eine wütende Menschenmenge sammelte sich, bespuckte, beschimpfte und misshandelte die Körper.

Mussolini wurde schwer entstellt. Später wurden die Leichen kopfüber an Fleischerhaken an einem Metallgerüst aufgehängt – ein Akt der Vergeltung und der Demütigung.

 

 

Am Nachmittag des 29. April trafen amerikanische Truppen in Mailand ein und ließen die Körper abnehmen. Die Autopsie ergab, dass Mussolini neun Schüsse aus der Maschinenpistole getroffen hatten, vier davon tödlich ins Herz.

Er wurde in einem anonymen Grab beigesetzt, das später von Faschisten aufgegraben wurde, ehe die sterblichen Überreste 1946 wieder geborgen wurden.

Die Nachricht von Mussolinis Hinrichtung und der Schändung seiner Leiche erreichte Adolf Hitler am 29. April 1945 in Berlin. Hitler, der Mussolini einst verehrt hatte, reagierte sofort: Er diktierte sein Testament, heiratete Eva Braun und nahm sich am 30.

April das Leben. Historiker sehen in Mussolinis Schicksal einen entscheidenden Grund für Hitlers Entschluss, einem öffentlichen Spektakel zu entgehen. Der brutale Tod des Duce und die Bilder aus Mailand markierten das endgültige Ende des Faschismus in Italien – und läuteten zugleich das Ende des NS-Regimes ein.